Holzpferdgymnastik

Holzpferdgymnastik

Die Holzpferdgymnastik ist eine sehr effektive Möglichkeit, die richtigen Muskeln für einen ausbalancierten, unabhängigen Sitz zu kräftigen. Doch auch dehnen geht sehr gut. Das Holzpferd sollte mit Sattel, Steigbügeln, Zügeln und einer Haltevorrichtung ausgestattet sein.

  • Übung 1 Dehnen der Hüftbeuger
  • Übung 2 Kräftigen der Hüftabduktoren
  • Übung 3 Stabilisieren des Oberschenkels

Alle 3 Übungen dienen gleichzeitig der besseren Durchlässigkeit der Reiterhüfte. Ausgangsstellung ist der lotgerechte Sitz auf dem Holzpferd. Das heißt: Lendenwirbelsäule in Mittelstellung, Oberkörper aufrecht und entspannt darüber ausbalanciert, Belastung beider Sitzbeinhöcker gleichmäßig und mittig. Das Kombinieren aller 3 beschriebenen Übungen bringt den richtigen Erfolg für eine verbesserte Durchlässigkeit – seitens des Reiters!

Übung 1: Als Erstes: lotgerecht sitzen. Nimm die Füße aus den Steigbügeln und lass die Beine lang und locker herunterhängen. Check 1: ist die Lendenwirbelsäule noch im Lot, oder bist Du in ein Hohlkreuz ausgewichen? Check 2: Sitzt Du noch mittig auf den Sitzbeinhöckern? Die eigentliche Übung besteht nun darin, dass Du versuchst, Dein gesamtes Bein „aus der Hüfte heraus zu erneuern“. Das heißt, Du legst Deinen Oberschenkel ab dem Hüftgelenk ein kleines Stück weiter nach hinten. Am Anfang kann es hilfreich sein, wenn Du jemanden hast, der Dir dabei hilft, den Oberschenkel weiter nach hinten zu bekommen. Ist das geschafft, bitte kurz Check 1 und 2. Dann einfach so sitzen bleiben für eine kurze Zeit. Als Steigerung möglich: wenn Du die Oberschenkel stabil halten kannst, minimale Bewegungen des Oberkörpers hinzufügen. Mal etwas nach hinten lehnen, nach rechts und nach links. Bei allen Veränderungen immer Check 1 und 2.

Übung 2: Alles wie unter Übung 1 beschrieben. Die eigentlich Übung ist hier: Abheben des Oberschenkels vom Sattel. Anfangs wirst Du dabei wahrscheinlich zum Einen mit dem Oberkörper hin und her schwanken, zum Anderen die Kniee nach oben ziehen, und so die Hüftbeuger ansprechen. Das sollte so schnell wie möglich umtrainiert werden, denn zu starke Hüftbeuger verhindern eine durchlässige Hüfte und somit einen gestreckten, geschmeidigen Sitz! Immer wieder Check 1 und 2! Das Abheben des Beines sollte irgendwann in derselben gestreckten Position möglich sein, wie es auch am Sattel einnimmt. Diese Übung braucht allerdings ein paar Wochen Übungszeit, sie ist sehr anstrengend. Vor Allem am Anfang kann es zu Krämpfen in den Hüftbeugern und dann auch in den Abduktoren kommen, deswegen vorsichtig üben. Allerdings ist es ein sehr gutes Zeichen, wenn nach einigen Malen üben sich tatsächlich die Abduktoren (erstmal schmerzhaft) melden – dann weißt Du, Du sprichst die richtigen Muskeln an….

Übung 3: Ausgangsstellung s Übung 1. Dann Unterschenkel nach vorn und hinten bewegen, also Knie strecken und anbeugen, ohne dass der Oberschenkel seine Lage verändert oder das Knie am Sattel klemmt! Check 1 und 2!

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